Deutsche Hallenmeisterschaften Para Leichtathletik 2026: Bamberger Athlet:innen setzen Ausrufezeichen in Erfurt
Schnelle Zeiten, persönliche Bestleistungen und Podestplätze: Ende Februar kämpften Bamberger Athlet:innen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften Para Leichtathletik 2026 in Erfurt um nationale Titel. Zu diesem Turnier hatte der Deutsche Behindertensportverband Menschen mit Behinderung geladen, um am 28.2. in der Hartwig-Gauder-Halle verschiedene Leichtathletik-Wettbewerbe auszutragen und Medaillen zu vergeben. Auf dem Programm standen Läufe, Sprung- und Wurfdisziplinen sowie Rollstuhlrennen.
Von den etwa 120 Teilnehmenden machten besonders die sportlichen Vertreter:innen Bambergs auf sich aufmerksam. Obwohl Julia Weber, Robert Aschenbrenner, Dustin Barth und Ismail Esbah gegen Konkurrenz auf Bundes- und Landeskader-Niveau antraten, ließen sie sich nicht entmutigen und zeigten bemerkenswerte Leistungen. Julia Weber lief sogar mit Erkältung auf.
Sie war es auch, die in Erfurt das erste Ausrufezeichen für Bamberg setzte. Letztes Jahr, bei den Special Olympics Landesspielen in Erlangen, hatte sie Gold mit dem Mini-Speer geholt. Nun startete sie über 60 Meter Sprint. Auch in dieser für sie neuen Disziplin fühlt sie sich wohl und erbrachte gute Leistungen.
Genau wie Dustin Barth. Er trat in zwei Disziplinen an und war in beiden erfolgreich. War er über 400 Meter noch ganz knapp hinter seiner Bestleistung geblieben, übertraf er seinen persönlichen Rekord auf 1.500 Metern – eine Strecke, die er zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen absolvierte – bei Weitem. Mit der Topzeit von 5:55 Minuten lag er 30 Sekunden besser als bei seiner Bestleistung im Training. Diese Zeit sicherte ihm den 5. Platz in der Gesamtwertung – wie gesagt, gegen Teilnehmende auf Bundes- und Landeskader-Ebene.
Doppelt machte auch Ismail Esbah auf sich aufmerksam. Seine Strecken sind die 60- und 200-Meter-Wettläufe. Esbah war das erste Mal bei einem Wettbewerb auf Bundes-Ebene dabei – lieferte aber trotzdem ab. Über 60 Meter erreichte er im C-Finale den 1. Platz.
Auch Robert Aschenbrenner startete bereits 2025 bei den Special Olympics Landesspielen in Erlangen. Dort gelang ihm ein viel umjubelter Silber-Erfolg über 1.500 Meter. 2026 hat er bei den Deutschen Hallenmeisterschaften seinen Podiums-Erfolg über 400m wiederholt und Bronze in der Mastersklasse gewonnen.
Insgesamt zeigten die Bamberger Athlet:innen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften starke Leistungen und sammelten wertvolle Erfahrungen auf nationaler Ebene. Das nächste Turnier – die Special Olympics nationalen Spiele in Saarbrücken im Juni – kann kommen!